DreieichCon 2015

Auch in diesem Jahr haben ein Freund aus meiner Pathfinder-Runde und ich uns aus den Weg nach Dreieich gemacht, um dort an der 25. Auflage der DreieichCon teilzunehmen, die wir im vergangenen Jahr zum ersten Mal besucht hatten. Auch wenn diesmal vieles anderes war, ist doch eines geblieben: Ein wirklich sehr schöner und erlebnisreicher Samstag!

Ich bin etwas später von Zuhause los gekommen als geplant, was insofern gut war, als dass Willi noch mit seinem Hund raus konnte. In diesem Jahr hatte das Navi einen ganz neuen Weg für uns ausgewählt, aber bei mäßigem Verkehr waren wir in unter einer Stunde pünktlich am Ort des Geschehens. Leider waren die Parkplätze in den umgebenden Straßen noch knapper als 2014, dafür aber die Schlange vor dem Eingang länger. Das ist nicht schlecht, zeigt es doch, welch Magnet die Convention ist. Und ich musste mich auch gar nicht lange in der Kälte aufhalten, sondern durfte rechts vorbei zum Spielleiter-Eingang. Das hat alles gut geklappt – die Organisation ist grundsätzlich großartig. Bei den Spielrunden kommt sie etwas in den Rückstand, weil sich natürlich alle Besucher vor einer Wand, an der die Spielrunden aushängen, drängeln und versuchen, ihren Namen einzutragen. Das führt manchmal auch zu doppelten Eintragungen, so dass der selbe Spieler für mehrere Runden angemeldet ist.

Doch ich hatte zu Beginn derlei Stress nicht. Um 10 Uhr war Einlass, um 11 Uhr stand meine erste Runde an. Also konnte ich mit der Con-Kaffeetasse bewaffnet, eine erste Runde drehen und bekannte Gesichter auf der erneut parallel stattfindenden Deutschen Meisterschaft von Warmachine/Hordes oder am Stand vom Verlag Martin Ellermeier begrüßen.

Meine erste Runde – Nevermore, ein Abenteuer für Stufe 2 Raben – fand im Untergeschoss der Stadtbücherei statt. Ein wunderbar ruhiger Ort. Noch lieber hätte ich nur am Tisch nebenan mit den Sesseln gespielt. Schnell durfte ich zwei Mitspielerinnen und einen Mitspieler begrüßen – die beiden anderen Anmeldungen hatten sich kurzfristig umentschieden, so dass Willi spontan dazu stoßen konnte. Nevermore ist ein wirklich unterhaltsames Abenteuer, das sich in besonderer Weise für eine Convention eignet. Wir hatten knapp vier Stunden eine Menge Spaß miteinander, und auch wenn die Raben am Ende fast vollständig ausgelöscht wurden, konnten sie doch die Bedrohung für ihren Heimatbaum abwenden.

Wir hatten dann eine längere Pause, von der ich im Nachhinein zugeben muss, dass ich sie besser hätte nutzen können. Willi probierte eine Runde Dropzone Commander aus und konnte mit einer Armee der Resistance die UCM besiegen. Ich nutzte die Zeit für Gespräche mit alten Bekannten und ein bisschen Shoppen, denn der VME hatte die RPG-Figuren für Warzone dabei – die mich aber letztlich in Wirklichkeit nicht so überzeugt haben wie auf den Bildern, weil die Skulpts den ohnehin erhältlichen Einheiten doch gerade in “meinen” Fraktionen sehr ähnlich sind. Aber gut, sie verfolgen ja auch einen anderen Ansatz und dafür sind sie gut geeignet.

Beim Uhrwerkverlag habe ich mich in die Einsteigerbox für Splittermond verliebt, die prall gefüllt ist und für 25 Euro ein in meinen Augen mehr als faires Angebot ist. Willi und ich aßen auswärts – das Essen hatte uns im letzten Jahr weder qualitativ noch preislich überzeugt.

Die zweite Runde am Abend war voller als geplant und ich hatte die Freude, fünf wirklich nette Mitspielerinnen beziehungsweise Mitspieler zu begrüßen, von denen die meisten Pathfinder-Neulinge waren. Ich hatte kurzfristig die Knochenhexe noch umgebaut und mehr auf das klassische Märchen von Hänsel und Gretel Bezug genommen – verbunden mit Inspirationen aus dem Malifaux-Tabletop. Wir hatten wie geplant eine Menge Zombies zu bekämpfen und ich konnte die Spieler mit dem Twist am Ende noch überraschen. Für mich hat es sich insofern gelohnt, als dass ich als vorgefertigte Charaktere solche aus den Ausbauregeln VI: Klassen mitgebracht hatte, um diese mal live im Spiel zu testen – und diese Erfahrungen in meine Rezension für den Ringboten einfließen zu lassen.

Viel früher als im letzten Jahr waren wir wohlbehalten wieder Zuhause angekommen und uns einig: Nächstes Jahr (19. bis 20. November) sind wir wieder mit dabei!

Als Spielleiter bekam ich übrigens eine prall gefüllte Tasche mit mehr oder minder brauchbaren Geschenken/Büchern/Karten und einer Menge Werbung. Ich finde es echt beeindruckend, wie sehr die Organisation sich hier engagiert! Deshalb wirkt meine Beute von der Con auch umfangreicher als die vielleicht zu vermuten gewesen wäre.

8 thoughts on “DreieichCon 2015

  1. Freut mich das Ihr soviel Spaß hattet. Ein bisschen tut es mir ja schon leid das ich diesmal nicht dabei war aber das Jahr bis zum nächsten Con ist ja zum Glück so schnell rum… ;-)

    Btw. kann man Nevermore eigentlich irgendwo als PDF kaufen? Das Ding hat es mir echt angetan!!!

  2. Mir hat der Tag auch sehr gut gefallen, nicht nur, dass Tobi und ich uns super verstehen, nein auch die Kontakte bzw. RollenspielerInnen waren super nett. An alle ein dickes Danke für diesen gelungenen Tag.

  3. Mir hat der Tag auch gut gefallen. Schön das wir uns noch getroffen haben. Leider hatte ich keine Gelegenheit in einer deiner runden mitzuspielen, aber vielleicht klappt das ja nächstes Jahr. Freue mich schon auf die Rezession von den Ausbauregeln.

    • Hey Gromet/Stefan, schön von Dir zu hören. Konnte dieses Mal leider nicht dabei sein, plane aber fest mit nächstem Jahr. Viele Grüße daher an dieser Stelle von mir (Oliver), besonders auch an Matthias!

  4. Hi Stefan,
    Ja war echt super. Leider hatten wir diesesmal nicht ganz so viel Zeit füreinander, das muss beim nächsten Mal besser werden.
    Hoffe, du konntest den jungen Mann von Pen&Paper überzeugen.

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