Die Schlinge um den Hals

Die Nacht des Nebels hat in Thelfelden 37 Todesopfer gefordert, unter ihnen Tamo, den alten Soldaten der Stadtwache. Naras der Hüter ist in den ehemals verlassenen Leuchtturm der Stadt gezogen und baut diesen wieder auf. Der Mord an Onkel Barlin ist nach wie vor ungelöst und in einer Woche steht das große Ereignis bevor: Der Priester der da’ihtischen Kirche besucht den verschlafenen Küstenort.

An den letzten Spielabend anzuknüpfen, fiel uns am Freitag doch schwer. Nicht nur, weil dieser eine ganze Weile zurück lag, sondern auch, weil wir darin mit unserem kleinen Detektivabenteuer begonnen hatten – und die Spieler natürlich keine Notizen mit Hinweisen oder Verdächtigen anfertigen.

Es galt weiterhin, den Mord an Onkel Barlin aufzuklären. Die Spur zum Unterschlupf der Schmuggler haben die Spieler dann nicht weiter verfolgt, sondern sich noch einmal mit möglichen Motiven und Tätern beschäftigt. Hier kam ihnen dann der Zufall in Form von Matilde, einer resoluten Krämersfrau zur Hilfe, die Barlin mit den Dingen des täglichen Lebens belieferte und einen kleinen Handel für das seltener werdende zwergische Bier unterhält. Sie hatte von Barlins Tod natürlich gehört und in ihr gärte ein schrecklicher Verdacht: Hatte der nach außen hin ehrenwerte Schmied etwas mit einer Bande von Geldfälschern zu schaffen? Immerhin hatte er vor wenigen Tagen versucht, eine Bestellung mit einer merkwürdigen, dreieckigen Goldmünze zu bezahlen, die nicht von der Münze des Imperiums geprägt worden war.

Als rechtschaffene Bürgerin hatte Matilde das natürlich ablehnt. Aber merkwürdig sei es schon gewesen… Diese Münzen…! Die hatten die Spieler doch im alten Wolfsfelsen, dem Versteck der Räuber gefunden. Und Xander hatte Onkel Barlin damit einen Dolch abgekauft. Matilde hatte von ihrem Verdacht natürlich sofort Bericht erstattet – an Kazan, die rechte Hand des Dorfvorstehers.

Die Charaktere entwickelten den Plan, eine Falle aufzustellen, in dem Eisernhardt zu Stahlherz zog und ebenfalls bei Matilde einkaufte und mit einer dreieckigen Münze bezahlen wollte. Leider ging der Plan nicht auf. Niemand erschien, um Eisernhardt zu überfallen. Statt dessen durchsuchte Hauptmann Rovan mit seinen Wachen die Schmiede – es habe Hinweise auf Geldfälscherei gegeben. Die Gruppe klärte den treuen Hauptmann auf und beschloss schließlich, zum alten Wolfsfelsen zurück zu kehren. Irgendwie schienen die Räuber ja in die Sache verwickelt.

Am Felsen lauerten zwei Räuber, die von den tapferen Helden rasch besiegt werden konnten. In der Höhle war jedoch kaum etwas zu finden – außer vielleicht einem zerschundenen und dem Tode naher Bote, der eigentlich Rovans Nachricht nach Karrûk hatte bringen sollen, offenbar aber von den Räubern aufgehalten und gefangen genommen worden war. Die Gruppe versorgte den Boten und ihre eigenen Wunden bei Astrid, der Kräuterhexe.

Die Charaktere wollten dem Dorfvorsteher noch Bericht erstatten, wurden jedoch abgewimmel. Von Kazan. Und so zieht sich die Schlinge langsam aber sicher zu…

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