Das Gefecht im alten Tempel

Kazan ist auf der Flucht und hat sich – nach allem, was die Charaktere wissen – in dem alten Tempel verschanzt. Der Stadtvorsteher Steav bittet die Gruppe, dem Treiben der Räuber und Schmuggler ein Ende zu bereiten. Immerhin soll Kazan verantwortlich sein für den Mord an Onkel Barlin. Und vielleicht findet er ja irgendwo noch Barlins Testament, das Stahlherz zum Alleinerben erklärt…

Nur leider ist die Wahrheit nie so einfach… Die Charaktere haben Hinweise darauf gefunden, dass Kazan – Steavs rechte Hand – tatsächlich hinter dem Mord steht. Und Steav gibt der Gruppe den klaren Auftrag, die Räuber im alten Tempel unter der Bärenhöhle zu vernichten. Rovan und seine Wache stehen ihnen dabei zur Seite.

Doch da ist noch dieser Brief von Astrid – sie will Eisernhardt dringend sprechen. Tatsächlich hat Kazan nämlich Zuflucht bei der alten Kräuterhexe gefunden. Er ist nicht bereit, den Kopf für Steav hinzuhalten und offenbart der Gruppe alles, was er über den umtriebigen Alten weiß: die verbotene Anbetung von Götzen, Verbrechen gegen die Kirche, Schmuggel, Handel mit verbotene Waren. Die Räuber werden von Steav finanziert, um die verkauften Waren auf dem Transport zu überfallen und so doppelt Profit zu erzeugen. Die Beweise, die Steav das Genick brechen, finden die Charaktere in dessen Anwesen, zu dem Kazan ihnen Zugang verschaffen kann – im Tausch gegen einen Vorsprung für seine Flucht.

Bevor die Charaktere hier einwilligen, überfallen sie mit der Stadtwache den Tempel. Während die Wache den Weg über den Fluss wählt, schleicht sich die Gruppe durch den verborgenen Hintereingang in der Bärenhöhle. Es kommt zu einem blutigen Gefecht, in dem die Räuber komplett vernichtet werden können. Allerdings last auch die Hälfte der Stadtwache ihr Leben. So bleibt neben dem Triumph der bittere Beigeschmack des Bluts von diesem Tag hängen.

Nach dem Kampf kehren die Charaktere zu Astrid zurück, um sich für den Einbruch in Steavs Anwesen zu rüsten.

Um den Kampf nicht ausarten zu lassen, hatte ich im Vorfeld entschieden, dass sowohl die Wachen als auch die Räuber jeweils eine 50% Chance haben, einen Gegner zu treffen und ihm dabei 1W6 Schaden zuzufügen. Alle Beteiligten hatten 10 Trefferpunkte. Diesen Modus habe ich nur verlassen, wenn die Spieler an einem Kampf beteiligt waren – oder für Rovan, den Hauptmann der Wache. Und ich glaube, dadurch ist der Kampf schneller und dynamischer gewesen als bei einem allzu genauen Blick auf Werte und Würfel.

5 thoughts on “Das Gefecht im alten Tempel

  1. Der Kampf war wirklich gut gemacht. Trotz der vielen Personen kam für die Spieler keine Langeweile auf. Das Konzept ist diesbezüglich aufgegangen.
    Einmal mehr ein rundum gelungener Abend.

  2. Was mich im Nachhinein etwas gestört hat war, dass die beiden Gruppen (Wache und Schmuggler) direkt nacheinander dran waren. Da hätte ich in der Initiativereihenfolge durchaus etwas schummeln können.
    Und ich hätte hübschere Bodenpläne mitbringen können. Dieses Weiß mit den schwarzen Strichen stört mich auf dem Foto doch arg.

    • Jammern auf hohem Niveau. War wirklich stimmungsvoll und effektiv und mir hat es ebenfalls sehr gefallen. Auch unser Gnom hat ähnliches auf der Heimfahrt geäußert. Also alles in allem, ein gelungener Abend!

      • Na ja, wenn ich so meine Würfelwürfe Revue passieren lasse, kann ich nicht gerade von “gelungen” reden, aber was soll’s, lebbe geht weider !

  3. Für meinen Teil war der Abend auch sehr gelungen. Zum Thema “stimmungsvoll” möchte ich noch mal hervorheben, dass ich immer wieder begeistert bin, wenn unser Spielleiter für eine akustische Untermalung des Geschehens durch sein mittlerweile ja recht ansehnliches Archiv an entsprechenden Soundfiles sorgt.
    Bei mir persönlich erzeugt das definitiv mehr Stimmung als bspw. passende Bodenpläne.

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