Firestorm Taskforce

Vor einiger Zeit ist mein Blick eher zufällig auf Firestorm Armada, ein Tabletop aus dem Hause Spartan Games gefallen, in dem Flotten unterschiedlicher Raumschiffe Gefechte gegeneinander bestreiten. Ein Schnupperspiel im Club fiel aus und die Motivation, mir noch ein System anzusehen, war nie so groß, dass ich mir ein paar Modelle bestellt habe.

Jetzt hat Spartan einen einsteigerfreundlicheren Ableger ihres Systems auf den Markt gebracht. Firestorm Taskforce erscheint mit drei unterschiedlichen 2-Spieler-Startern – und hier konnte ich nun nicht mehr widerstehen. Schauen wir mal, was uns hier erwartet:

Der Inhalt der Box auf einen Blick.

Die Box – für mich gab es Terran Alliance vs. Dindrenzi Federation - ist überraschend kompakt, aber bis oben hin gefüllt: jeweils 8 unterschiedliche Schiffe der beiden Fraktionen (von denen jeweils nur 7 gleichzeitig verwendet werden können) nebst Basen und Stäbchen, ein Bogen Marker, einer mit Meteoriten-Hindernissen und einer mit Karten für die Spielwerte. Daneben gibt es ein kleines (A5) Regelheft mit 40 Seiten.

Damit soll ich alles haben, um direkt in die ersten Spiele einsteigen zu können. Die Schiffe sind von guter Qualität und neuem Design. Spartan hebt hier besonders die Modularität hervor: die großen Schiffe haben gleich Vertiefungen für Magnete vorgesehen, um unterschiedliche Modelle bauen zu können. Das ist sehr schön. Die Modelle sind – wie gesagt – neu designt und gefallen mir persönlich sehr gut. Gussgrate waren in meiner Box kaum vorhanden; im Gegensatz zu den Ansatzstellen. Das Material lässt sich aber gut bearbeiten und reinigen.

Beide Flotten bereit zum Gefecht.

Der Aufbau beider Flotten ging schnell von der Hand.

Also habe ich mich gleich dem Regelbuch gewidmet. Zuerst: Der Bogen mit den Karten für die Schiffswerte ist beidseitig bedruckt. Das ist schade, denn so kann nicht jeder Spieler die Werte seiner Schiffe vor sich liegen haben – es sei denn, er fertigt eine Kopie. Zwar soll es die Werte auch als kostenlosen Download auf der Seite von Spartan Games geben, aber zum Zeitpunkt dieser Rezension war der Download noch nicht verfügbar.

Die Karten scheinen mir außerdem eher ungewöhnliche Abmäße zu haben, so dass sie nicht in allgemein übliche Schutzhüllen passen. Aber gut, die verwendete Pappe wirkt zumindest auf den ersten Blick robust.

Nahaufnahme zweier Terran Alliance Schiffe.

Spartan wirbt damit, dass Taskforce schnell und einfach zu erlernen sein soll. Für mich ist das Regelbuch jedoch – nun, sagen wir schwierig. Aber der Reihe nach: Wenn ich die beiden Flotten aus der Starterbox nehme und ein paar schnelle Gefechte spiele, reicht das Regelbuch vollkommen aus. Die Regeln passen immerhin auf 40 Seiten, wovon 9 für die Beschreibung von Szenarien und 3 für Beispiele gebraucht werden.

Das Regelwerk: 40 Seiten, A5.

Das Lesen des Regelwerks hat mich jedoch verwirrt. Das beginnt schon mit den Dingen, die ich zum spielen brauche: eine Kopie der Order of Battle für meine Fraktion. Was da ist und woher ich die bekomme wird leider nicht erklärt. Auf der Homepage von Spartan Games werde ich bisher auch nicht fündig. Vielleicht kommt das noch? Aber wenn, warum dann nicht zur Veröffentlichung des Spiels?

Es geht weiter. Ich brauche ein Spielfeld. Dessen Größe ist abhängig davon, wie viele Punkte wir spielen. Punkt. Ich finde in dem ganzen Regelheft dazu nichts mehr, also insbesondere keine Tabelle dazu, welche Punktgröße welcher Spielfeldgröße entspricht – nicht einmal für die Punktgröße aus der Box! Gibt es hier etwa doch noch ein großes Regelwerk?

Terran vs Dindrenzi: Alle Schiffe.

Der Aufbau des Regelheftes ist schwierig und ein bisschen wirr. Da die beiden Fragen gleich zu Beginn aufgeworfen werden, haben sie meine Freude mit dem Heft getrübt. Hinzu kommt, dass auf der Homepage noch keine weiteren Ressourcen verfügbar sind, obwohl Taskforce nunmehr im Handel erhältlich ist.

Einer der Gründe, der mich damals vom Einstieg in Firestorm Armada abgehalten hat, waren die Meinungen über Spartan Games als Hersteller (zu viele Projekte, die alles nicht konsequent umgesetzt werden). Ob das stimmt oder nicht, vermag ich  nicht abschließend zu beurteilen. Schwach ist der erste Auftritt von Taskforce aus meiner Sicht aber doch.

Dennoch: Ich will dem Spiel eine Chance geben und die nächste Gelegenheit nutzen, es mal auszuprobieren.

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