Sommerprojekt JUNI

Der erste Block des diesjährigen Sommerprojekt bei der Tabletopwelt liegt hinter mir. Die geforderten sechs Figuren habe ich brav bemalt. Euch will ich die Bilder natürlich nicht vorenthalten. Zudem habe ich im Rahmen des Sommerprojekts ein paar Gedanken zu Wolsung selbst aufgeschrieben, um dem geneigten Leser das System näher zu bringen.

Beginnen wir mit den im Juni fertig gestellten Miniaturen. Das ist im Wesentlichen die Starterbox für die Fraktion Inventors Club und besteht aus:

  • 1x Thorvald Nielsgaard
  • 1x Alice Tinkerly
  • 1x Lab Assistant
  • 1x Lab Golem – walking
  • 1x Lab Golem – Standing

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Hintergrund ist noch eine Zombie-Telefonzelle aus dem ersten Ven-Rier-Agents Starter zu sehen, um auf sechs Modelle zu kommen.

Was magst Du an den Regeln von Wolsung?

Die Regeln sind einigermaßen simpel und eingängig.

Ich will nicht verhehlen, dass intensive Spieltests bei mir noch ausstehen und auch beim Lesen dem „Werk“ anzumerken ist, dass es sich vielleicht um die ersten Regeln handelt, die die Autoren verfasst haben. Nichtsdestotrotz glaube ich, hier ein Grundgerüst zu sehen, das kurzweilige Spiele unterstützt.

Dabei ist natürlich für jeden selbst die Frage zu stellen, welchen Anspruch er an ein Spiel hat. Ich selbst mag Systeme, die mir einen leichten Zugang erlauben und bei denen ich abwechslungsreiche und lustige Spiele erleben kann. Fragen der Langzeitmotivation stellen sich mir dabei kaum, da ich den wenigsten Teil meiner Freizeit dem tatsächlichen Spielen widme. Ein gewisser Kontrast dazu ist Hordes, das einen anderen Anspruch hat. Vielleicht ist es gerade dieser Kontrast, der mir kleine Systeme mit einfachen Regeln attraktiv erscheinen lässt.

Was ist die Grundmechanik des Spiels?

Jede Figur im Spiel kommt mit einer Karte mit ihren Spielwerten. Diese bieten an sich keine Überraschung: Bewegung (Move), Nahkampf (Fight), Stärke (Str), Fernkampf (Guns) und Ausweichen (Reflex) sowie eine Anzahl von Aktions- und Lebenspunkten.

Grundsätzlich geben die Zahlen an, welche Anzahl von Würfeln ich werfe. Wolsung verwendet den W6. Alle Ergebnisse ab 4 zählen dabei als Erfolg. Bei einer Probe – also typischerweise die kämpferische Auseinandersetzung – werden die Anzahl der Proben verglichen. Wenn mindestens ein Gleichstand besteht, gewinnt der Angreifer – und macht Schaden. Der Fernkampf funktioniert dabei mit Guns gegen Reflex, im Nahkampf verwenden beide Parteien Fight.

Natürlich kann die Anzahl der Würfel durch unterschiedliche Faktoren modifiziert werden. Diese Faktoren sind aber meines Erachtens übersichtlich genug, um sie schnell im Kopf zu haben.

Die Figuren haben dann noch Sonderregeln, die sie einzigartig machen – zum Beispiel Zauber oder spezielle Waffen.

Was ist das Ziel des Spiels?

Wolsung spielt sich in der Regel in einzelnen Szenarien mit jeweils leicht unterschiedlichen Anforderungen: entweder Missionsziele kontrollieren oder den Gegner auslöschen, wobei beides durch zusätzliche Regeln leicht modifiziert wird. Das Besondere – und zwar im Sinne von „beim Lesen gewöhnungsbedürftig“ – daran ist, dass jedes Spiel nach den Regeln nur drei oder vier Runden dauert.

Zunächst stelle ich mir meine Armee zusammen, indem ich mich mit dem Gegner auf eine bestimmte Anzahl von Helden einige. Diese bringen Gold mit, von dem ich weitere Figuren oder Ausrüstung kaufen kann. Die Spielgröße richtet sich also nach der Anzahl der Helden.

Dem eigenen Anspruch nach will Wolsung ein erzählerischer Skirmisher sein, der gerne auch einen Plot durch die einzelnen Spiele erzählt. Die Idee ist nett, wird zu einem gewissen Maße auch durch die Regeln (Heldenerschaffung und Verbesserung) mitgetragen. Aber man muss es eben mögen. Mir fehlt hier leider die Erfahrung zu sagen, ob der erzählerische Aspekt einen solchen Einfluss auf das Spiel hat, dass ein wesentlicher Teil des Spaßes davon abhängig. Im Moment kann ich mir das nicht vorstellen.

Was brauche ich sonst noch?

Die Spielfläche ist grundsätzlich 3 x 3 Zoll groß. Das Regelwerk empfiehlt, eine ausgewogene Mischung an Gelände zu verwenden, auch gerne mit Möglichkeiten, erhöhte Positionen einzunehmen. Deckung ist wichtig, bespielbare Gebäude machen das Spiel spannender.

Die Helden sind alle einer bestimmten Blattfarbe aus einem Pokerspiel zugeordnet. Also brauche ich für das Spiel auch ein normales Kartenspiel. Mit Karten entsprechend der Farbe eines Helden kann dieser besondere Aktionen durchführen (heroic deeds) oder schlicht Erfolge kaufen. Manchmal benötigen auch Zauber einzelne Karten oder Farben.

Hinzu kommen Würfel, Marker, Maßband und Schablonen, zum Beispiel für Nebel oder Feuereffekte.

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