Das Gasthaus “Zur Letzten Ruhe”

Manchmal fällt Spielern ja nichts auf: keine Andeutung, kein Zitat aus Film, Literatur oder Pop-Kultur, keine Anspielung, kein Osterei. Um so mehr konnten sich meine Spieler an dem Namen des Gasthauses erfreuen, der wesentlicher Schauplatz des letzten Spielabends werden sollte, insgesamt seinem Namen aber keine Ehre machte.

Endlich – die Oberfläche. Spätherbstliche Sonne, eine Farbexplosion im Laub des Waldes, ein frischer Wind, die Invasion der Rattenmenschen an der Oberfläche… Irgendwohin war Stahlherz verschwunden und die Suche nach ihm hatte keine Erfolge gebracht. Also setzte unsere Gruppe den Weg nach Karrûk fort; also in Richtung der von den Ratten belagerte Stadt.

Nächste Station auf ihrer Reise war das Gasthaus “Zur Letzten Ruhe”, das letzte Gasthaus an der imperialen Heerstraße nach Karrûk. Und natürlich war eine Vorhut der Ratten gerade dabei, der Gasthaus zu überfallen. Es kam zu einem langwierigen Gefecht zwischen den Verteidigern (Helen, die tapfere Barfrau, Daggy, die ansessige Schmiedin und eine Gruppe reisender Söldner), den Rattenmenschen, die später Verstärkung durch eine mutierte Riesenratte bekamen und natürlich den tapferen Gesellen meiner Spielgruppe.

Erstens: Ich glaube, ich habe es inzwischen ganz gut raus, derart große Kämpfe mit vielen NSC in einem vernünftigen Rahmen darzustellen, nämlich indem ich nur ganz rudimentär würfel und Schaden notiere. Das erhöht das Tempo und die Spannung.

Zweitens: Unter den Söldnern war Una, eine kleine elfische Bardin, die als Erstaz für Stahlherz die Gruppe künftig verstärken wird.

Drittens: Ich hatte mir so viele Geschichten ausgedacht, warum die Ratten das Gasthaus überfallen. Ich hatte Listen angefertigt für die drohende Belagerung. Kurz: Ich habe unglaublich viel Arbeit für Nichts gemacht, denn als nach dem ersten Kampf die zweite Welle der Ratten heran brandete, flohen die tapferen Gefährten in die nächtliche Dunkelheit des Waldes.

Dort wurden sie – und damit endete der Spielabend - bei der Rast von einer Patrouille von Ratten angegriffen; natürlich!

In der Rückschau hat das Gefecht in dem Gasthaus zu viel Raum eingenommen. Immerhin hatten die NSC und auch Una Zeit, sich spielerisch in die Gruppe einzufinden. Die letzten Spielabende erschienen mir insgesamt alle zu kampflastig, aber was will ich vor dem Hintergrund der Invasion einer unbekannten Streitmacht auch erwarten? Wenn die Gruppe sich so nahe am Ort des Geschehens aufhält, lässt sich die Bedrohnung am besten durch die Gewalt aufrecht erhalten. Aber ich überlege schon, wie es weitergehen kann (auch wenn mir dazu die zündende Idee fehlt; was mögen die Charaktere nur vor haben…?)

One thought on “Das Gasthaus “Zur Letzten Ruhe”

  1. Der Spielabend und der Kampf im Gasthaus waren schon sehr spannend und führte zum Tod etlicher NSCs die im Gasthaus waren sowie zu einer starken Schwächung der Charaktere.
    Als dann auch noch das Herannahen weiterer Truppen der Rattenmenschen zu vernehmen war, hat die Spieler der Mut verlassen und sie sind geflohen, da es nichts mehr dem entgegenzusetzen gab.
    Persönlich wäre ich gerne länger in dem Gasthaus geblieben und hätte dort eine Belagerung ausgespielt.
    Aber ich bin der Spieler mit der neuen Figur und konnte an dieser Stelle dadurch keinen großen Einfluss nehmen. Mein Schwerpunkt lag darauf mich in die Gruppe zu integrieren egal wohin der Weg auch führte.

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