Ein alter Bekannter

Wir alle wissen, was es heißt, wenn am Ende der Geschichte gesagt wird, das gespenstige Dorf sei gereinigt – meistens geht es dann nämlich erst richtig los.

Und so begab es sich auch am vergangenen Spielabend, an dem die Spieler die Untersuchung der merkwürdigen Vorkommnisse in Winrod fortsetzten.

Erschöpft und ausgemergelt von dem Kampf gegen den Blutdämon und das Reinigen der Höhle, kehrten die Charaktere in den das Gasthaus zurück – nur, um dort ein heilloses Durcheinander vorzufinden. Die zurückgebliebenen NSCs waren ermordet, zerfetzt, ohne Blut. Hitze. Der Gestank nach Schwefel. Ein Flirren in der Luft – und dann zwei merkwürdige, blutbedeckten Wesen, die wie aus dem Nichts angriffen.

Diese Wesen waren hartnäckig und wehrten sich standhaft, konnten aber niedergerungen werden. Und so hatten die Charaktere Zeit und Gelegenheit, das Ausmaß des Unglücks zu untersuchen: der Händler Floran, die zwergische Schmiedin Daggi und Rikan, der Bote aus Karrûk mit dem ungewöhnlichen Stein. Dieser schien übrigens nichts mit dem Ereignissen zu tun zu haben, lag er doch unbeachtet in der Ecke.

Mikon, der für den Baron Hilfe holen sollte, hatte sich oben verborgen und schilderte, was geschah: Plötzlich sei Daggi erwacht, habe sich losgerissen und den Raum in Schutt und Asche gelegt. Irgendetwas sei da gewesen…

Schließlich fand die Gruppe dann doch in ihren wohlverdienten Schlaf. Und in der Nacht wurde die Wache plötzlich auf ein grelles Leuchten besagten Steins aufmerksam. So plötzlich wie er aufleuchtete, erlosch er auch wieder. Und kurz nach fiel Una und Gnogget ein Schlurfen auf. Durch den Nebel bewegten sich humanoid Gestalten durch das nächtliche Fischerdörfchen. Erst am nächsten Morgen stellte die Gruppe fest, dass sich die Zahl der Leichen in dem Ort reduziert hatte.

Unabhängig davon beschloss Mikon nun, aufzubrechen. Und er reiste nach Norden. Die Gruppe kümmerte sich noch um die Schiffe, reparierte eines davon, denn irgendjemand hatte sie alle beschädigt. Gegen Mittag folgten sie dem Boten, um sicherzustellen, dass das Hilfegesuch auch sein Ziel erreicht.

Am ersten Tag der Reise traf die Gruppe auf Rulana und ihre drei Kinder, die vor einem Rattenangriff auf ihren Bauernhof geflohen waren. Rulana ist an einer unbekannten Krankheit schwer erkrankt, kann kaum laufen und sich um ihre Kinder kümmern. Unvergessen bleibt die Szene, wie Eisernhardt zum Schlag bereit hinter den Busch springt und dort die sich ängstlich versteckt haltende Familie findet.

In der zweiten Nacht stößt ein alter Bekannter auf das Lager der Gruppe: Firmin, die weiße Ratte, hat sich alleine auf den Weg gemacht, die Gefährten wieder zu finden. Abgesehen von der Erkenntnis, dass die Oberfläche den gemachten Versprechungen keines entspricht, treibt ihn vor allem eine Sorge: Der Tempel der Großen Mutter ist entweiht worden. Menschliche Priester eines unbekannten Gottes haben dort eine riesige Apparatur gebaut. Bestandteil ist unter anderem das Artefakt, das zu suchen die Gruppe damals aufgebrochen war.

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