Die Garnison von Tornelja

Seit Wochen streiften die Charaktere durch die Unterwelt und eine von einer Invasion gebeutelten Region – wie wohltuend sich da die Ankunft in einer halbwegs geordneten Siedlung anfühlen muss! Frisches Brot! Ein weiches Bett! Ein warmes Bad!

Aber wer mich kennt ahnt, dass auch in dem friedlichen Örtchen Tornelja, das im Schatten einer beeindruckenden Garnison gedeiht, nicht alles ist, wie es zunächst den Anschein hat…

Wobei ich zugeben muss, dass mir schon die Vorbereitung des Spielabends etwas Sorgen gemacht hat. Ich hatte so viele Ideen für die Garnison, dass die unmöglich alle in so einen kleinen Ort passen. Also habe ich das zusammen gestrichen. Ich glaube, angesichts des Umstandes, dass die Gruppe diesmal wirklich getrieben war - nämlich so schnell wie möglich Firmin in die Unterwelt zu begleiten, um die Schändung des Tempels der Großen Mutter zu beseitigen – hätte ich mir über Tornelja gar nicht so viele Gedanken machen müssen.

Was nicht heißt, dass die kleine Siedlung nicht gut angekommen wäre. Die Gruppe hat sich dort überraschend entspannt gezeigt und selbständig Handlungsfäden aufgenommen. In Edans Laden konnte Una ein schickes neues Kleid für die Expedition in die Unterwelt erstehen, kompettiert von einer silbernen Haarspange und den passenden Schuhen!

Aber daneben gab es natürlich noch Handlungsfäden: Nach Aussage sowohl der Wacher als auch des Kommandanten ist Mikon nicht in Tornelja angekommen. Trotzdem wusste die Garnison über den Angriff der Ratten bescheid. Dieser Umstand schien zwar die Soldaten in Alarmbereítschaft versetzt zu haben. Anstalten, Karrûk zu Hilfe zu eilen, machten sie indes nicht.

Immerhin kümmerte sich der Arzt der Garnison um die kranke Mutter der im Wald gefundenen Familie. Leider konnte der gute Mann auch nur noch wenig für die Frau tun, die am Nachmittag ihrer nach wie vor unbekannten Krankheit erlag. Und die Kinder? Nun – Gnogget sprach kurz mit Maja, der Witwe des Imkers über die Möglichkeit, die Kinder bei ihr unter zu bringen. Leider stellte der Gnom sich dabei nicht allzu überzeugend an und so bat sich Maja Bedenkzeit aus. Zeit, die dies Gruppe nicht abwarten wollte.

Die Charaktere brachen also auf – unter Firmins Führung einem unbekannten Ziel entgegen. Denn wenn man als Rattenmensch, der zum ersten Mal an der Oberfläche unterwegs ist, durch eine unbekannte Umgebung läuft, die erstens viel zu hell ist und zweitens völlig gleich aussieht, ist es schwierig, den Weg zu finden.

Welch ein Glück, dass Wilbur, der Rattenfänger, die Suche der Gruppe für einen hinterhältigen Angriff auf Firmin nutzte! Wilbur gelang es fast, die weiße Ratte zu töten. Die Charaktere vereitelten das und erfuhren von Wilbur, dass dieser seit Jahren vor der bevorstehenden Invasion gewarnt hatte und dafür ausgelacht worden sei! Ha, das geschehe diesen Narren ganz Recht!

Immerhin war er jetzt bereit und stellte sich der Invasion entgegen! Und immerhin kannte er verlässlichere Wege in die Unterwelt. Zum Beispiel in dem zerfallenen Turm der Garnison, bei dessen Erkundung er vor Jahren verschollen ging und sich einen anderen Weg an die Oberfläche suchen musste. Dieser führte über eine Bärenhöhle, die der Gruppe jetzt als Eingang diente – unmittelbar, nachdem sie den garstigen Bären getötet hatte.

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