Der Schlurfer in der Dunkelheit

In der Höhle des Bären sollte ein Eingang in das unterirdische Reich der Rattenmenschen verborgen liegen; das jedenfalls behauptete der wahnsinnige Rattenfänger Wilbur, der nur danach trachtete, in einem unbeobachteten Moment die scheinbar freundlichen Ratte Firmin zu seiner Großen Mutter zu schicken.

Also die idealen Voraussetzungen für einen entspannten Spielabend.

Tatsächlich führte ein enger Tunnel aus der Bärenhöhle weiter in die Dunkelheit. Das erste Hindernis stellte ein steiler Abhang dar, den die Gruppe unbeschadet überwinden konnte. Das einzige Opfer: Unas Parfumfläschchen. Der heimlichen Annäherung an Ratten (die bekanntlich einen guten Geruchssinn haben) stand nichts mehr im Wege.

Der Gang führte steil in die Tiefe – und endete in einer kleinen Höhle. Geradeaus war der Gang eingestürzt, rechter Hand lag ein rundes, merkwürdig anmutendes Tor. Das versprach eine größere und vor allem einfachere Belohnung als das Mühsame Beiseiteschaufeln der Steine, also wählte die Gruppe diesen Weg.

Zunächst wirkte das auch alles sehr friedlich. Die natürlichen Hindernisse (feuchte, rutschige Steine in einem unterirdischen Fluss) waren keine große Herausforderung – außer für den wasserscheuen Zwerg, der auch wirklich von jedem Stein abrutschte.

Die Höhlen gingen nahtlos in eine künstliche, aus dem Felsen gehauene Struktur über, in deren erstem Raum die Gruppe auf die Überreste dreier Gnome stieß, die vor vielen, vielen Jahren hier ihren Tod fanden. Besonders bemerkenswert war die ballgroße, schimmernde Perle, die ein kleines Vermögen wert sein musste. Jedoch in dem Moment, in dem Xander die Perle aufnahm, erhoben sich die Skellete der Gnome, um die Gruppe anzugreifen. Im Hintergrund hörten die Gefährten einen dumpfen Knall.

Nachdem die Skelette besiegt waren stellte die Gruppe fest, dass der Eingang durch eine schwere Steinplatte versperrt war. Aus diesem unterirdischen Komplex gab es kein Entkommen! Eine Einschätzung, zu der auch die Aufzeichnungen der Gnome beitrungen. In was waren die Helden denn hier nun wieder hinein geraten?

Nun; während der Nacht verlor Wilbur endgültig den Verstand und wollte Firmin töten. Jiri verhinderte dies, indem der den Rattenfänger ausschaltete – nur um mit ansehen zu müssen, wie dieser wiederauferstand und den Kampf fortsetzte. Jiri bekam Unterstützung von seinen Gefährten, die Wilbur erneut bediegten und zur Sicherheit in den unterirdischen Fluss warfen.

Die Nacht war unruhig. Irgend etwas stimmte hier unten nicht!

Die Gruppe setzte ihre Erkundung fort; hier musste es doch einen zweiten Ausgang geben! Sie trafen auf eine alte Hängebrücke, die sie erfolgreich überquerten. Allerdings nicht ohne gegen einen Schwarm bösartiger Spinnen und angeschnittene Seile zu bestehen. Und von hinten hörten sie schlurfende Schritte, die langsam aber beständig näher kamen…

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