Gorechosen

Wer Games Workshop in den vergangenen Monaten ein bisschen im Auge behalten hat, hat gemerkt, dass die Jungs aus Nottingham in der letzten Zeit immer wieder Brettspiele auf den Markt gebracht haben. Diese dienen vielleicht manchmal dazu, den Einstieg in das Sammeln von Miniaturen zu erleichtern, haben  vielleicht nicht immer die besten Regeln – und doch sind die Angebote häufig überzeugend.

So ging es mir auch bei dem jüngsten Spiel: Gorechosen. Die Beschreibung – vier Jünger des Khorne kämpfen in einer Arena gegeneinander – wirkte spaßig genug, um kurzweilige Spielstunden zu versprechen. In diesem Artikel werfe ich einen Blick auf den Inhalt der Box und die Regeln.

Die Schachtel ist 30 mal 30 Zentimeter groß und etwa 6 Zentimeter hoch. Sie bringt etwas über 900 Gramm auf die Waage. Der empfohlene Verkaufspreis liegt bei 45 Euro.

Beim Öffnen entdecken wir zuerst eine sehr ausführlich bebilderte und gelungen Bauanleitung für die vier Modelle sowie ein Regelbuch. Blättern wir dieses durch, fallen zwei Dinge auf: Erstens sind die Regeln wirklich sehr kurz und schnell zu verstehen und zweitens beinhaltet das Heft überraschend viel beschreibenden Text. Dieser wirkt an manchen Stellen so übertrieben, dass ich mich frage, ob das ernst gemeint oder selbstironisch ist.

Es geht weiter mit dem Spielplan. Dieser ist beidseitig bedruckt und mit Hexfelden versehen. Das Design wirkt brachial – und passt damit zu dem Setting einer blutigen Arena des Gott des Krieges und Blutes.

Daneben entdecken wir einen Bogen mit Pappmarken, deren Qualität in Ordnung ist.

 

Der Kern der Box sind sicherlich die vier Khorne-Modelle, deren Qualität so hoch ist, wie ich das von Games Workshop gewöhnt bin. Dazu gibt es noch die entsprechenden Bases und Würfel. Die Miniaturen lassen sich natürlich auch für Age of Sigmar benutzen – wie übrigens auch Spielwerte für andere Khorne-Modelle im Regelbuch für Gorechosen enthalten sind.

Abgerundet wird das Material von unterschiedlichen Karten. Zunächst gibt es einen Bogen für jedes Modell mit allen wichtigen spielrelevanten Werten. Andere Karten zeigen die möglichen Aktionen oder kritische Treffer oder die Initiative.

Die Regeln des Spiels lesen sich wirklich simpel und versprechen unterhaltsame und kurzweilige Spiele. Jede Aktionskarte erlaubt eine von drei Aktionen: Bewegung, Angriff oder eine Spezialfähigkeit. Die Initiative wird stets zufällig ermittelt und ich muss dann entscheiden, ob ich mein Modell bewege oder angreife. Ich kann Gegner auch in Gruben oder Flammenschalen stoßen, wenn ich die dafür nötigen Karte auf der Hand habe. Kritische Wunden haben unangenehme Nebeneffekte und können dazu führen, dass mein Modell als verwundet gilt und damit andere Werte besitzt. Eine wichtige Ressource ist die Wut, die jeder Charakter ansammelt und zu unterschiedlichen Zwecken einsetzen kann.

Die Box verfügt über ein Inlay, in dem ich alle Materialen gut und sicher verstauen kann.

Leider bin ich noch nicht dazu gekommen, die Modelle zu bauen (und dementsprechend das Spiel zu testen), aber beides ist für das kommende Wochenende fest eingeplant.

Bisher macht Gorechosen auf mich einen guten Eindruck und ich bereue den doch eher spontanen Kauf nicht.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>