Una

Nach langer, langer Spielpause konnten wir am vergangenen Freitag wieder in die dunklen Tunnel unter Natamis eintauchen und versuchen, herauszufinden, welche uralten Schrecken sich in den geheimnisvollen Kammern verbargen.

Wir haben da angefangen, wo wir beim letzten Mal aufgehört haben: In einem vergessenen Dungeon auf dem Weg in die Hauptstadt der Rattenmenschen. Die Charaktere hatten eine riesige Perle gefunden und fühlten sich seitdem von unsichtbaren Schritten verfolgt.

Dass irgendetwas nicht stimmte, wurde auch an der nächsten Hängebrücke deutlich. Eisernhardt musste sich einer Spinne erwehren, die nur er sehen konnte. Una hörte Hilfeschreie aus der Tiefe der Dunkelheit. Mit kleinen Ablenkungen und Fallen tasteten sich die Charaktere tiefer in das Gewölbe hinein und stießen schließlich auf einen Raum, in dem die Gnome – deren Spuren die Gruppe schon vorher gefunden hatten, sich offenbar für ein letztes Gefecht verbarrikadiert hatten. Ein verdorbener, gnomischer Geist griff die Charaktere an, denen es gelang, sich zu verteidigen.

Dann entdeckten sie die Schatzkammer: einen kleinen Raum mit drei hohlen Podesten, die eiskalt waren. In einem lag eine weitere, riesige Perle. Sie hatte einen Riss. Vielleicht, so dachte die Gruppe, sind das gar keine Perlen. Sondern…Eier?

Nun, Una fühlte sich ermutigt, nachzusehen und zertrümmerte mit einem gezielten Schwerthieb das Ei – nur um von der formlosen, schwarzen und mit Tentaklen und Mäulern bewehrten Masse, die daraus hervorbrach und schnell größer wurde, verschlungen zu werden. Ihre Gefährten ergriffen die Flucht, verriegelten aber vorher die Tür, die einen gewissen Schutz gegen die namenlose Kreatur zu bieten schien.

Soweit bekannt war dies das überraschende und unrühmliche Ende der tapferen und stets fröhlichen Bardin Una.

Der Einstieg in den Spielabend erwies sich als schwieriger als sonst – gleiches gilt für das Maß an Konzentration und Aufmerksamkeit. Ich glaube, nach einer so langen Pause waren wir einfach froh, auch “normal” miteinander sprechen zu können.

Unas Ableben am Ende erschütterte uns tief – auch wenn ich als Spielleiter natürlich die Chance gehabt hätte, die Bedrohnung aus dem Ei trivialer ausfallen zu lassen. Ich habe dies schon mit meinen Spielern disktuiert und bin der Meinung, mehr als genug Hinweise auf die Gefährlichkeit der des Dungeons und insbesondere der vermeintlichen Beute eingestreut zu haben.

5 thoughts on “Una

      • Passiert ;)
        Wir haben auch so einen in der Gruppe. In den letzten 2 Jahren gab es insgesamt gerade einmal 11 Charaktertode, spielen fast jede Woche, aber ein Spieler hat 6 Stück davon erlebt. Teils durch sau dumme Aktionen und dnan kam hin und wieder Pech dazu.

        Was wird es nun für ein Charakter? Und wirkt sich die Zerstörung des Eis irgendwie beendend auf den Handlungsstrang aus oder kann der weitergehen?

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