Thelfelden

Was ich an dem allerersten Abenteuerpfad von Paizo am liebsten mochte, war der Umstand, dass ich die ganze Spieltwelt vom Detail ins Ganze kennengelernt habe. Außer ein paar Schnipseln bestand Golarion damals nur aus Sandpoint. Jedenfalls war das das, was wir Spieler damals davon erfahren haben.

Und genau so habe ich fast immer eigene Kampagnen aufgezogen: Die Charaktere beginnen in einem kleinen Städtchen und sie kennen auch nicht viel mehr von der Welt. Für unseren geplanten Aufbruch nach Natamis ist Thelfelden dieses Städchen. Thelfelden hat ungefähr 2.000 Einwohner (nach der aktuellen Planung überwiegend menschlich, je nachdem, wie wir uns zu anderen Völkern verständigen mit einer signifikanten Minderheit). Vor dem Einigungskrieg, nach dem das Imperium geschmiedet wurde, war Thelfelden ein kleiner Vorort der Stadt Thelis. Das Königreich Bocan leistete gegen den Feldzug Cronijas bis zuletzt Widerstand. Die Truppen des jungen Jero’tar wagten es nicht, Bocan selbst anzugreifen; die Stadt war zu groß und zu gut befestigt. Statt dessen ließ der junge Imperator seine Elementarmagier einen Sturm der Verwüstung über die zweitgrößte Stadt – Thelis – niedergehen. Die Stadt versank im Meer, die Küstenlinie veränderte sich, tausende von Menschen starben – und Bocan kapitulierte.

Thelfelden ist heute ein kleines Küstenstädtchen, das überwiegend vom Fischfang und Touristen lebt; denn viele Abenteurer verschlägt es hier her, um in den Ruinen Thelis nach Schätzen zu tauchen. Junge Töchter und Söhne der Stadt wagen sich selbst manchmal in die Ruinen hinab, um dort geborgene Gegenstände an Sammler und Händler zu verkaufen – und sich selbst ein Leben außerhalb Thelfeldens zu erkaufen. Die mächtige Magie, die hier entfesselt worden ist, streift noch heute durch die Gegend. Erdbeben, Stürme und schwere Regenschauer sind an der Tagesordnung. Manchmal vergeht ein ganzes Jahr, ohne dass sich die Wolken über Thelfelden verziehen.
Die Stadt liegt knapp 500 Kilometer südlich von Bocan. Die beiden nächstgrößeren Städte sind Verris im südwestlcher Richtung (verbunden mit einer relativ gut ausgebauten, aber in den letzten Jahren kaum instandgesetzten Straße, 2 Tagesreisen) und Karrûk im Norden (3 Tagesreisen). Karrûk, die größere der beiden Städte, liegt an der Küste, ist aber wegen der schwierigen Wetterbedinungen vor und um Thelfelden nur schwer mit dem Boot zu erreichen. Thelfelden gehört zur Baronie Karrûk und wird von dort aus verwaltet.

Verris ein im Wesentlichen ein militärsicher Stütztpunkt, der über die Jahre zu einer lebhaften Stadt anwuchs. von der geographischen Lage her ist Verris ebenfalls Teil der Baronie, allerdings untersteht die Stadt der militärischen Verwaltung und nicht dem Baron.

Der aktuelle Baron – Varjan Karrûk – ist ein Mann Ende Vierzig, der sich nur selten in seinen Ländereien und noch seltener in Thelfelden sehen lässt. Er lässt die Tagesgeschäfte der Stadt durch einen Rat erledigen, dessen Zusammensetzung er selbst bestimmt. In Thelfelden gibt es einen kleinen Dah-Schrein, allerdings keinen Priester. Zweimal im Jahr, Mitte Frühling und Mitte Herbst, reist ein Dah’iht aus Karrûk nach Thelfelden, um wichtige Geschäfte zu bezeugen.

Neuer Wesenszug: Charaktere, die aus Thelfelden stammen und dort aufgewachsen sind, können den folgenden Wesenszug wählen:
Mit allen Wassern gewaschen: +1 Wesenszug-Bonus auf der Fertigkeit Schwimmen und Schwimmen ist immer eine Klassenfertigkeit. Außerdem einen +2 Wesenszug-Bonus auf Zähigkeits-Rettungswürfe gegen Ertrinken.

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