3. Rhein Main Multiversum

Die Willi-Salzmann-Halle vor dem Aufbau.

Zum dritten Mal trafen sich Wochenende 30./31.Mai Spieler unterschiedlichster Systeme zum gemütlichen Spielen, Ausprobieren, (Wieder-)Treffen in der Willi-Salzmann-Halle in Nidderau. Neben drei Turnieren (Warmachine/Hordes, Infinity und X-Wing) gab es auch viel Raum für Demo-Runden, Brettspiele und Spielverabredungen.

Ich hatte mich lange im Vorfeld als Helfer insbesondere für den Auf- und Abbau gemeldet und deshalb schlug ich am Freitagabend vor der Rollenspiel-Runde an der Halle auf. Es muss so gegen 18:00 gewesen sein, zu einer Zeit, als noch niemand, der einen Plan hatte, anwesend war. Gegen circa 19:30 konnten wir endlich mit dem Aufbau beginnen – Tische und Platten schleppen, Stühle verteilen. Immerhin waren die Getränke gekühlt.

Dropzone Commander auf riesiger und wunderschöner Platte.

Am Samstag kehrte ich in aller Frühe und nach wenig Schlaf zurück, nur um festzustellen, dass es noch keinen Kaffee gab. Nacheinander trudelten dann erst die Kannen, dann das Pulver und eine Weile später auch die Milch ein. Zu der Zeit stand ich schon hinter der Theke, um zu helfen. Dabei hatte ich einen guten Blick auf den wunderschön gestalteten Dead Man’s Hand Tisch. Dieses Skirmisher-System von Great Escape Games kommt mit einer Handvoll Figuren aus, die sich in bester Wild West Manier ein Shoot-Out liefern. Zusammen mit einem anderen Neugierigen und unterstützt durch erfahrene Spieler habe ich mir das System mal näher angesehen. Zwar waren meine Outlaws den Lawmen am Ende deutlich unterlegen, aber immerhin habe ich den Sheriff mitgenommen!

Dead Man’s Hand: Zwei Schützen auf dem Dach. Perfekte Aussicht.

Das System selbst erscheint schlank und eingängig, wenn man erst einmal die Grundmechanismen verstanden hat. Wichtige Würfe werde mit dem D20 abgehandelt. Eine Tabelle hilft beim Auffinden von Modifikationen. Marker erleichtern das Merken von Aktionen und Zuständen. Eine besondere Rolle spielen Karten, mit denen ich nicht nur die (zufällige) Initiativ-Reihenfolge bestimme, sondern die meinen Cowboys auch Sonderfertigkeiten liefern. Das Spiel hat unheimlich von der tollen Szenerie profitiert und mir eine Menge Spaß gemacht!

Dead Man’s Hand: Showdown auf der Kreuzung vor dem Saloon.

In der nächsten Pause habe ich die Einladung zu einem Testspiel Dreadball Xtreme aus dem Hause Mantic angenommen. Ich hatte bisher überhaupt keine Erfahrung mit Fantasy-/SciFi-Sportspielen, aber Dreadball war mir schon verschiedentlich aufgefallen. Nach dem einfachen Dead Man’s Hand erschienen mit die Regeln und vor allem die Optionen der einzelnen Figuren bei Dreadball Xtreme ungleich komplexer und komplizierter. Mir war zu Beginn gar nicht klar, was das Ziel ist und wie ich Punkte erreiche, weshalb ich mich als Spieler der Convicts (ein Haufen brutaler Sträflinge) darauf verlegt habe, die gegnerischen Amazonen zu verhauen. Die konnten nach Punkten in Führung gehen, hatten dann aber keine Spieler mehr auf dem Feld (oder der Reservebank). Mein Gegner nahm mein enormes Würfelglück mit Humor und wir hatten eine kurzweilige Spielzeit.

Dreadball Xtreme: Das blutige Ende.

Ich schwanke noch, ob ich DreadBall Xtreme nicht anschaffe und mit anderen Teams ausbaue. Aber da stehen vorher noch andere Projekte auf der Liste.

Asphyxious, The Hellbringer gegen Sturm und Drang.

Am Abend, nachdem das Warmachine/Hordes Turnier sein Ende gefunden hatte, fand ich Gelegenheit, mit geliehenen Cryx mein zweites Warmachine-Spiel zu bestreiten. Es ging mit 35 Punkten gegen Farrows und ich habe es der tatkräftigen Unterstützung dreier Coaches (einer davon mein Gegner) zu verdanken, dass ich einen glorreichen Sieg davontragen konnte. Dafür, dass dies eigentlich das System meiner Wahl ist, ein bisschen peinlich. Aber: Ich selbst hatte ein besseres Gefühl. Ich habe mehr von dem Spiel verstanden. Und mein Anspruch ist ja auch nicht, innerhalb eines halben Jahres ein Turnier zu gewinnen.

Impressionen von Sonntag: Hannelore (Warhammer 40.000).

Das Wichtigste am Samstag: Ich habe neue Leute getroffen, die ich bisher nur aus Internetforen oder gar nicht kannte. Das mag ich sehr gerne. Ich hatte viel Spaß bei den Spielen, die ich ausprobiert habe und an der guten Stimmung.

Impressionen von Sonntag: Zombicide am Morgen danach.

Am Sonntag habe ich selbst gar nichts mehr gespielt – das habe ich wohl versäumt, denn Gelegenheit hätte durchaus bestanden. Statt dessen habe ich Gespräche geführt, Spiele beobachtet und am Ende beim Aufräumen der Halle unterstützt, was zum Glück zügig von der Hand ging.

Impressionen von Sonntag: Major Victoria Haley (Warmachine).

2 thoughts on “3. Rhein Main Multiversum

  1. Also optisch sieht das alles ganz toll aus.
    Man sieht, dass die Spieler da viel Zeit und Arbeit reingesteckt haben.
    Die ganzen Nachbauten der Häuser bei Dead Man’s Hand z.B. finde ich sehr eindrucksvoll. Ich habe leider nicht die Zeit oder auch nicht die Muse für solche Bastelarbeiten, für mich müsste das schon so fertig zu kaufen geben. Bleibt die Frage, was das dann kosten würde ?
    Und dann habe ich ja noch als altes Fossil aus grauer Vorzeit das Problem, dass ich kaum Englisch kann, spätestens da scheitere ich dann, sniff !

    • Die Häuser von Dead Man’s Hand sind überwiegend gekauft und dann nachbearbeitet. So ab 30 Euro, je nach Größe. Und ja, man kann die auch selbst bauen – aber wer hat dazu schon die nötige Zeit…? :-)

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