Tiny Dungeon

Tiny Dungeon von Smoking Salamander trägt den Untertitel “ein minimalistisches Rollenspiel” und will genau das sein – ein Rollenspiel, das sich auf des Wesentliche – nämlich das Spielen von Rollen – reduziert. Ohne schwierige Tabellen und unzählige Optionen. Ein solch simpler Ansatz spricht mich an und deshalb habe ich seinerzeit die Finanzierung des Buches bei Kickstarter unterstützt. Vor einiger Zeit sind die physischen Belohnungen bei mir angekommen und daran möchte ich euch teilhaben lassen.

Am 03. September 2014 waren knapp 13.000 Dollar zusammen gekommen und Smoking Salamander konnte ihr erstes Projekt umsetzen: Tiny Dungeon. Das Spiel hatte mich beim Surfen auf Kickstarter gleich angesprochen, weil es mir simple Regeln und einfache Spielmechaniken versprach.

Dieses Versprechen wird gehalten. Das Buch umfasst 76 Seiten, die letzten zwanzig sind aber für Notizen gedacht. Auch sonst ist nicht allzu viel an Text zu finden, denn das Format ist handlich (GRÖßE), das Layout sauber, aufgeräumt und mit dem Platz großzügig. So gelingt es dem Leser, das Buch zügig durch zu arbeiten.

Mein Pledge mit Würfeln und Würfelbeutel.

Zuerst werden die Regeln vorgestellt: Alle Proben erfolgen normalerweise mit 2W6. Jede 5 oder 6 ist ein Erfolg. Manchmal bekomme ich mehr, manchmal weniger Würfel. Das System erinnert mich ein bisschen an D&D 5 mit den Vor- und Nachteilen. Und es ist einfach. Die Regeln gehen kurz auf den Kampf, Magie und typische Situationen ein (Schleichen, Heilen und so weiter). Und damit sind 15 Seiten gefüllt. 15 Seiten Regeln.

Es folgen 5 Völker (Menschen, Feen/Elfen, Zwerge, Goblins und Salimar (ein Salamander-Volk) und eine Liste mit Traits, Talente, die einen Charakter verfeinern, indem sie ihm Bildung, Charisma oder die Möglichkeit geben, Zauber zu wirken. Charaktere haben keine Attribute oder Fertigkeiten. Ich erschaffe einen neuen Charakter, indem ich ein Volk, drei Traits und eine Waffengruppe wähle. Alles andere ist Phantasie und der Hintergrund.

Die Goblins in Tiny Dungeon.

Das Buch stellt typische Gegner mit Werten vor, enthält ein einfaches Einstiegsabenteuer, von dem man nicht allzu viel erwarten kann und darf und endet. Das ist ein schlankes Regelsystem auf wenige Raum, das aber durchaus Potenzial hat, insbesondere für One Shots und/oder auf Cons.

Das PDF von Tiny Dungeon kostet auf der Homepage 4,99 Dollar und liegt damit an der Grenze, die ich für dieses Werk noch für angemessen halte. Immerhin hat der Autor hier viel Arbeit und Liebe investiert, die man dem Buch und auch der ganzen Abwicklung der Kickstarter-Kampagne anmerkt.

3 thoughts on “Tiny Dungeon

    • Gefällt mir sehr gut. Gerade der vertraute D&D Bezug, wenngleich dezent, macht es schnell zugänglich. Das Magiesystem ist der knappe Knüller! :-)

      Hätte es wahrscheinlich auch ge-backed, der Mini-SL-Schirm ist einfach zu niedlich. Schade, so wird es beim PDF bleiben.

      @Federkrieger: Ich vermute stark das Buch ist ein Paperback, oder?

      • Ja. Paperback. Auf den Schirm habe ich seinerzeit verzichtet – so umfangreich sind die Regeln nun nicht, dass man da einen braucht :-)

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